Comandantina Dusilova: Morskie Okologie

Stadtleben | aus FALTER 17/00 vom 26.04.2000

Das Morskie-Oko- Phänomen, das Kommunizieren von bestimmten Örtlichkeiten mit solchen in völlig anderen, zum Teil weit abgelegenen Weltgegenden, wurde nun erstmals wissenschaftlich erörtert. Wie ein St. Petersburger Physiker unlängst nachgewiesen hat, gibt es Einstein-Rosen-Brücken, so genannte Wurmlöcher tatsächlich. (Ein Wurmloch galt bisher als reines mathematisches Konstrukt, das wie das Postulat der absoluten Lichtgeschwindigkeit aus dem Formelwerk Albert Einsteins stammt.) Wurmlöcher sind schwarze Löcher, die über Entfernungenvon Millionen Lichtjahren miteinander kommunizieren. Im interstellaren Raum umspannen solche Wurmlöcher gigantische Ereignishorizonte, in Wien messen sie dagegen oft nur wenige Meter. Ein sehr bekanntes Wurmloch befindet sich vor der Aida-Filiale schräg gegenüber der Oper. Hier hat sich in einem Betontrog ein Raumzeitkontinuum zu den kaiserlichen Gärten in Kyoto etabliert und mitten in Wien einen der schönsten Bonsais Japans hervorgebracht. Das nächste, allerdings meteorologische Wurmloch befindet sich an der Ecke vom Cafe Museum und kommuniziert mit dem Zattereufer in Venedig. Aufmerksame Beobachter spüren hier den salzigen Äther der Lagunenstadt. www.geocities.com/Pentagon/4404


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