Dolm der Woche: H. Scheibner

Politik | aus FALTER 18/00 vom 03.05.2000

Von halbherzigen Distanzierungen hält der neue Verteidigungsminister nichts. Herbert Scheibner steht - im Gegensatz zu manchem einfachen Parteimitglied - zu seinen Worten und Taten. Zu jenen Plakaten, mit denen er als Spitzenkandidat der Wiener FPÖ für den 3. Oktober wahlkämpfte. "Vom Nackerten vom Hawelka" (SOS-Mitmensch-Chef Georg Danzer) lasse er sich nichts sagen, höhnte er am Montag aus Klagenfurt. Erwerde sich von den Überfremdungsplakaten sicher nicht distanzieren. "Wir müssen uns für nichts genieren." Im Gegenteil: "Wir sind stolz darauf!", ließ der ehemalige Versicherungsmakler seine Parteifreunde wissen. Jörg Haiders erster Vorschlag für den Verteidigungsminister, Wiens FPÖ-Chef Hilmar Kabas, wurde von Bundespräsident Thomas Klestil wegen der Plakate von der Ministerliste gestrichen. Von der Ersatzbank wurde Scheibner geholt: vom Regen in die Traufe.


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