"Schwarze zur Polizei!"

Polizei. Erik Buxbaum, neuer Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, über die Fehler im Fall Omofuma, das Anwerben von Afrikanern für die Polizei, "suboptimale" vermummte Polizisten und das Gerücht um einen neuen Lauschangriff.

Politik | Florian Klenk und Eva Weissenberger | aus FALTER 18/00 vom 03.05.2000

Vor genau einem Jahr, da konnte er sich gegen seinen Minister nicht durchsetzen. Jene Beamten, die Marcus Omofuma verklebt hatten, wurden - gegen seinen Willen - nicht suspendiert. Seit Beginn dieses Jahres ist Erik Buxbaum Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit und damit einer der mächtigsten Polizisten Österreichs. Buxbaum, ein korrekter, etwas steifer Beamter, gilt als stiller Reformer in Sachen Menschenrechte. Um Rassismus und Polizeiübergriffe zu vermeiden, setzt er mehr auf Prävention als auf das Jagen schwarzer Schafe. Im Falter-Interview spricht er erstmals über die Fehler im Fall Omofuma, seine Pläne, Afrikaner bei der Polizei aufzunehmen, und über seine Bedenken gegenüber vermummten Polizisten.

Falter: Vor genau einem Jahr haben Sie hier im Innenministerium mitberaten, ob die Beamten in der Causa Omofuma suspendiert werden sollen. Sie waren für eine Suspendierung der Beamten. Warum haben Sie sich nicht durchsetzen können?

Erik Buxbaum: Es gab zwei Meinungen.


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