Fernsehschau

Medien | Andrea Dusl | aus FALTER 18/00 vom 03.05.2000

Fernsehen vermittelt keine Inhalte, es vermittelt Botschaften. Wie winzige Vaporettos tuckern diese Botschaften durch die Kanäle. Tagein, tagaus. Und manchmal machen diese Botschaften auch Halt an unseren kleinen Landestegen: Sabrina, die wohlbüstige Dachdeckerin aus dem Big-Brother-Haus (das bei RTL II "Bigbrassa-Haus" ausgesprochen wird), hat eine neue Art des Schonwaschgangs erfunden. In einem Kübelchen tritt sie erst minutenlang Wasser (vermutlich, um es weich zu machen) und zieht erst dann ihr noch körperwarmes Höschen aus, um es direkt in die vorgetretene Waschlauge zu schnippen. Harald Schmidt, dessen neurotische Zuckungen schon mocksche Dimensionen annehmen, zeigt sich neuerdings in einem aschgrauen Anzug aus einem Material, wie es sonst nur Monteure von Elektrizitätswerken für ihre Arbeitsmäntel verwenden. Aus der Welt der Frisuren: Ingrid Thurnher fand zur "Paula-Wessely-Lady-Glocke" und Anneliese Rohrer zum "Dornbusch".


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