John der Woche

Film. In seinem sehr lustigen Spielfilmdebüt lässt Spike Jonze Interessierte gegen Bezahlung den Körper von John Malkovich bewohnen.

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 18/00 vom 03.05.2000

Einmal jemand anderer sein. In fremder Haut stecken. Oder in fremden Schuhen. In denen von John Malkovich zum Beispiel. "Being John Malkovich" erweitert das filmische Spiel mit fremden Identitäten, multiplen Persönlichkeiten, Doubles oder Transgender-Phänomenen um eine recht eigenwillige Variante: Der Held, Craig Schwartz (John Cusack), ist ein New Yorker Puppenspieler. Aber seine ambitionierten Minidramen passen nicht so ganz ins Repertoire naiver Straßenkunst. Also ist Craig knapp bei Kasse. Also bewirbt sich Craig um einen Bürojob. Also entdeckt Craig eines Abends hinter einem Aktenschrank eine ziemlich kleine Tür und dahinter einen steilen Gang. Der führt geradewegs in einen fremden Körper - den des Schauspielers John Malkovich - und endet für den jeweiligen blinden Passagier nach einer Verweildauer von fünfzehn Minuten unvermittelt an einer stark befahrenen Ausfallstraße in New Jersey.

So weit, so logisch. In Zusammenarbeit mit seiner Bürokollegin Maxine (Catherine Keener)


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