Anfang der Geschichte

Sachbuch. Von zukünftigen Kriegen über Sex auf Krankenschein bis zum Dilemma der Linken: Der britische Historiker Eric Hobsbawm erzählt in einem buchlangen Gespräch, was uns im 21. Jahrhundert so alles bevorsteht.

Kultur | Siegfried Mattl | aus FALTER 18/00 vom 03.05.2000

Britischen Linksintellektuellen wird man im Panoptikum der Moderne dereinst einen besonderen Platz reservieren müssen. Schon allein wegen ihrer Unzeitgemäßheit, die Bücher von Raymond Williams oder Edward Thompson auch heute noch zur anregenden Lektüre machen. Oder die von Eric Hobsbawm, dem aus Wien stammenden, 1937 nach England geflüchteten Historiker der Revolutionen des 19. und des "Kurzen 20. Jahrhunderts", dem Sport- und Jazzfan, dem hellsichtigen Weltbürger, der sich auch mit 83 Jahren noch den Kopf zerbricht, wie technologischer Wandel, Migration und Kulturen in ein Konzept sozialen Widerstands zu bringen wären.

Vor einem Jahr hat ihm Antonio Polito Fragen gestellt, die all das und hunderttausend Dinge mehr aufwerfen. Und Hobsbawm hat sie beantwortet, wie es geduldige Großväter und -mütter eben tun, wenn sie keinen Fluchtgrund vorschützen können. Die angesprochenen Themen eröffnen wahrlich ein weites Feld: von Tony Blair bis zum Bevölkerungswachstum, von den Kriegen


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