Mit der Tür ins Haus

Architektur. Die Künstlerhaus-Ausstellung "Manifeste des Wohnens" stellt junge österreichische Architekturbüros in die Auslage. Auf der Schwelle zum Großauftrag präsentieren sie sich im Kleinformat.

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 18/00 vom 03.05.2000

Eine Mischung aus Wut und Verzweiflung überfiel Alex, als er nach dem Abgang Kerstins im Garten der "Big Brother"-Villa stand. So genannte Fans grölten Parolen über den Stacheldraht. "Blöde Arschlöcher", stieß er hervor und wurde von John, dem ehemaligen Hausbesetzer, getröstet: "Lass dich nicht auf deren Niveau herab!"

Diese Szene aus dem zeitgenössischen Wohnalltag könnte als Folie für die Ausstellung "Manifeste des Wohnens" im Künstlerhaus dienen. Denn auch die von Falter-Architekturkritiker Jan Tabor, Architekturhistorikerin Karin Christof und Kunstgeschichtler Peter Bogner ausgewählten Positionen beschäftigen sich mit temporären Wohnsituationen und der Grenze zwischen gesellschaftlichem Außen- und privatem Innenraum; wie die Bewohner im Kölner Medienhaus reflektieren sie die Produktionsbedingungen junger, kollektiver Lebens- und Arbeitsgemeinschaften: Wo endet die Wohnung und wann beginnt der Arbeitsplatz?

Und noch eine Analogie drängt sich auf. Wie Kokurator Bogner


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