Auf der Gassn

Schanigarten. Dieses Jahr bestimmen die Bezirkskaiser erstmals, in welchen Gegenden Schanigärten bis 24 Uhr offen halten dürfen. Eine Regelung, die bereits für Unmut sorgt. Nichtsdestotrotz hat sich ein "Falter"-Team auf die Suche nach den nettesten Straßengärten der Stadt gemacht.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 18/00 vom 03.05.2000

Heribert Corn ist verzweifelt. Nicht zum ersten Mal. "Auf dieser Gasse steht einfach kein Schanigarten", jammert er in sein Handy. "Was soll man denn fotografieren, wenn alle Stühle auf den Tischen sind und nix los ist?" Fotograf Corn hat es nicht leicht mit diesem Auftrag: Er soll die Schanigärten ablichten, die ein Falter-Team zuvor getestet und - streng nach dem Schulnotensystem - benotet hat. Tagelang waren die Tester unterwegs. Um herauszufinden, wo man in der Stadt nett auf der Straße trinken kann. Keine Gastgärten, keine Heurigen. Nur Schanigärten. Das Ergebnis der mühsamen Kleinarbeit: Siehe rechts.

Jahr für Jahr das gleiche Bild. Kaum regt sich der Frühling, tragen Bürgermeister Michael Häupl (SP) und sein Spezi, Wirtschaftskammerpräsident Walter Nettig, einen Tisch aus irgendeinem Wiener Kaffeehaus. Und eröffnen damit schon im März hochoffiziell die Schanigartensaison. Dieses Jahr war das Cafe Prückl dran. Die gleichen Schmähs wie jedes Jahr. Die gleichen Fotos wie


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