Auf ins Bett!

Wienfluss. Vor drei Jahren wurde mit dem Umbau des Wienflusses begonnen. Beim "Fest der Flüsse" am Freitag im Stadtpark kann man sich zum Thema informieren und probeweise im Bett der Wien spazieren gehen.

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 18/00 vom 03.05.2000

So haben sich die Planer das vor über hundert Jahren nicht vorgestellt: Da baut man der Wien ein ordentliches Bett, auf dass sie geregelt dahinfließe, und dann wird das Ganze einfach wieder rückgängig gemacht. Der Wienfluss - meist mehr Bach denn Strom - bekommt derzeit wieder sein ursprüngliches Bett zurück. Die Flusslandschaft, die früher mitten durch die Stadt führte, wurde damals sogar "Riviera der Wiener" genannt. Hier vergnügten sich die Wiener badend im wadeltiefen Wasser - und entsorgten im Zuge der Industrialisierung auch ihre Abwässer. Bald soll es hier wieder so etwas wie ein Erholungsgebiet geben. Ohne Abwässer, aber mit Flora und Fauna. Und viel Platz für Radler und Spaziergänger.

1894 wurde damit begonnen, die Wien unsichtbar zu machen. Angesichts einer stinkenden Kloake, drohender Hochwasser und Krankheiten lenkte man das Gewässer in steinerne Bahnen, ganz im Glauben an die Bezwingbarkeit der wilden Natur. Zwei Flusskilometer zwischen Stadtpark wurden gänzlich


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