Phettbergs Papierkorb

Stadtleben | aus FALTER 18/00 vom 03.05.2000

Entweder ich habe eine Erektion beim Schreiben des "Predigtdienstes" oder ich weine. Ich schrieb, einsam wie die Hölle, in täglich Alles lesend, wie der Pum schrieb, dass ihm die Leute schrieben, dass sie gerne hätten, dass das Fernsehen wieder Phettberg verwendete, spontan einen Brief, dass ich ihm dafür dankte, mich Untergegangenen noch zu erwähnen, dass aber beim Lesen seiner Kolumne eine Wunde klafft, ein unbegreiflicher Abgrund, so diametral und doch auch ein Mensch. Sie wollten mir Ostereier geben, die freiheitlichen Gumpendorferinnen, und ich verweigerte, sie zu nehmen, denn sie seien Faschisten.

Ich war auch bei meiner Bearbeiterin im Finanzamt, wo ich gut 400.000 Schilling schulde, und wollte ihr sagen, Sie, also nicht Sie persönlich, also Sie persönlich natürlich auch, aber Sie als Funktionärin der Republik jetzt, also Sie, die Republik, und ich, der elende Misslingende, seien zwei Rechtspersönlichkeiten. Ob ich nicht von Rechtspersönlichkeit zu Rechtspersönlichkeit


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