Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 19/00 vom 10.05.2000

... suchten sich unter der Rubrik "Kleinanzeigen" diverse Opfer, die am vorangegangenen Wochenende am Wiener Stadtfest von der Polizei verprügelt und verhaftet worden waren. Als Grund wurde u.a. das sittenwidrige Betreten der Burggartenwiese angegeben ...

"Kleinanzeigen" Alle Leute, die am 3. Mai beim Stadtfest bzw. bei den Polizeifestspielen Am Hof, Graben, bei der Oper und der Kärntner Straße von der Polizei verhaftet worden sind, treffen sich Di, 20., und Mi, 21. Mai, im Amerlingbeisel zwecks Erfahrungsaustausch. Es wurden ungefähr 40 Leute verhaftet, die auch körperlich aufs Gröbste misshandelt wurden und zu einer nicht kleinen Geldstrafe verurteilt wurden. Damit das nicht zu schnell vergessen wird, wollen wir die Polizisten wegen Körperverletzung anzeigen und versuchen, die Geldstrafe nicht zu bezahlen.

Johann Was uns vorgeworfen wird: Störung der öffentlichen Ordnung, Lärmerregung, Verstoß gegen Sitte und Anstand, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung. Das genau hat alles die Wiener Polizei gemacht und nicht die Stadtfestbesucher. Was die Wiener Polizei da machte, war die reinste Terroristenhetze gegen friedliche Stadtfestbesucher.

ein "Terrorist" Anklage der Wiener Polizei wegen Störung der öffentlichen Ordnung, Lärmerregung, Verletzung von Sitte und Anstand und wegen Körperverletzung. Wers nicht für möglich hält, frage die ungefähr 40 Verhafteten und niedergeschlagenen Leute oder Besucher des Wiener Stadtfestes vom 3. Mai. Eine Viertelstunde nach dem gewaltsam unterbrochenen Ende des Musikkonzerts durch Abdrehen des Stroms ohne Erklärung musste die Polizei Ordnung schaffen, wo es keine Ordnung zu schaffen gab: Sie räumte den Platz von den noch wartenden Besuchern. Das heißt: dem Unsinn einen Sinn geben oder sich selbst Arbeit beschaffen oder die Öffentlichkeit aufmerksam machen, wie notwendig wir die Polizei brauchen.

ein Besucher


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