"Ich war eine Krätzn"/Rede: "Hauptsache, das Fernsehen kommt"

Kultur | Adolf Holl | aus FALTER 19/00 vom 10.05.2000

Der Jubilar ist angenehm überrascht. Er ist im Lauf des heutigen Abends zum Jubilar gemacht worden, und mit dieser Überraschung wird er fertig werden müssen, dieser jubilierende Holl. Sein Name ist gewachsen, sein Nimbus ist nunmehr nicht mehr zu übersehen. Wie sollte sich der Jubilar nicht darüber freuen, eitel, wie er ist. Als der Spiegel bei ihm anrief, mit der Stimme einer gewissen Inge Cyrus, im Jahr 1969, entgegnete dieser Holl: Endlich. Er wollte in den Spiegel kommen, und er kam in den Spiegel, zu seiner Genugtuung stand sein Name im Spiegel, weil der Kardinal König mit dem Kaplan Holl ein Hühnchen gerupft hatte. Seit damals galt dieser Holl als aufmüpfiger Priester, und er stand mit dieser seiner Aufmüpfigkeit nicht nur im Spiegel, sondern bald in vielen anderen Zeitungen, sehr zu seiner Genugtuung, denn schließlich hatte er ein Buch geschrieben, das ein Bestseller wurde und als solcher auch im Spiegel vermerkt war, im August 1971. Wie hätte dieser eitle Holl nicht zufrieden


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