Ab und zu: Ohrenpiercing

Musik. Das Trio Radian macht auf seiner neuen CD "TG 11" wieder unvergleichliche Musik, bei der einem schon mal schlecht werden kann.

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 19/00 vom 10.05.2000

Diese Musik ist nichts für schlechte Nerven. Der Tontechniker der Post-Rock-Gruppe Tortoise etwa musste bei einem Auftritt des Trios Radian als Vorgruppe der Erstgenannten diese Erfahrung machen: Ihm wurde einfach schlecht und er verließ den Saal. Später wandte er sich an die Musiker und fragte, ob ihr Wirken mit dem Wiener Aktionismus in Verbindung stünde.

Dabei klingt Radians Musik erst einmal harmlos. Das Trio ist kein Verfechter von Noise- und Knarz-Orgien. Man kann diese Musik sogar überhören, so leise wird sie bei Konzerten vorgetragen. Wer sich jedoch tatsächlich auf Radian und ihre neue CD "TG 11" einlässt, kann einiges erleben. Und wer weiß, vielleicht enthält sie ja sogar irgendwelche satanischen Botschaften ...

Bei so netten Menschen wie Radian ist das jedoch kaum vorstellbar. Vor dem Gespräch mit dem Falter müssen sich Martin Brandlmayr (Schlagzeug, Vibraphon), Stefan Nemeth (Synthesizer) und John Norman (Bass) gegenseitig daran erinnern, doch ja über die neue Platte


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