"Einfach sein ist schwer"

Festwochen. Leander Haußmann, der ewige Jungregisseur des deutschen Theaters, inszeniert "Peter Pan" im Ronacher. Mit dem "Falter" sprach er über sein Theater und sein Image, über Drehbühnen und Computerspiele, über Claus Peymann und Ioan Holender.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 19/00 vom 10.05.2000

Vermutlich war Leander Haußmann der erste deutsche Theaterregisseur, der mit dem Modebegriff "Shooting Star" belegt wurde. Tatsächlich verlief die Karriere des 1959 geborenen Ostberliners kometenhaft: Gleich die fünfte Inszenierung des gelernten Schauspielers, Ibsens "Nora" in Weimar, wurde 1991 mit einer Einladung zum prestigeträchtigen Theatertreffen nach Berlin ausgezeichnet. Haußmann wurde zur Galionsfigur einer neuen, jungen Regie-Generation ausgerufen und von fast allen großen Theatern Deutschlands umworben; auch in Österreich war er ein gern gesehener Gast: Beim steirischen herbst inszenierte er 1991 die Uraufführung des kryptischen Botho-Strauß-Stücks "Angelas Kleider", bei den Wiener Festwochen war 1993 seine Münchner "Romeo und Julia"-Inszenierung zu Gast, am Burgtheater inszenierte er 1994 Tschechows "Drei Schwestern", bei den Salzburger Festspielen "Antigone" (1993) und den "Sommernachtstraum" (1995).

Der naive Spielwitz und der überbordende Ideenreichtum sind zugleich


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