Nüchtern betrachtet: Kunst und Spargel in Kärnten

Kultur | aus FALTER 19/00 vom 10.05.2000

Gerne begebe ich mich an Orte, an denen man interessante Leute trifft; Menschen, denen ich sonst nicht begegnen würde, weil ich sie ja auch nicht zu mir nach Hause eingeladen habe. So fahre ich zum Beispiel regelmäßig nach Kärnten, wo viele Menschen wohnen, die ich nicht nach Hause einlade. Die, die ich durchaus einladen würde, lade ich nicht ein, weil sie halt in Kärnten leben, und das ist weit weg. Glücklicherweise ist zum Beispiel der Stephan mal in Kärnten und mal in Wien, und weil es sich leichter trifft, wenn alle in Wien sind, lade ich ihn immer dann ein, wenn er gerade in Wien ist. Lustig wäre es gewesen, wäre der Stephan gerade in Kärnten gewesen, als ich dieser Tage in Kärnten war. Da waren aber nur Spargelwochen, und ich muss gestehen, dass ich gar keine Zeit gehabt hätte, mich mit dem Stephan zu verabreden, wenn der zu dieser Zeit gerade in Kärnten gewesen wäre. Was vielleicht ohnehin der Fall war.

Ich weiß es nicht, denn ich habe nur eine Ausstellung und die


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