Boulevard der Visionen

Stadtplanung. Die Vision vom Gürtel-Boulevard wird schleppend, aber doch verwirklicht. Nun hat mit "trans wien" das bisher einzige nicht kommerzielle Kulturprojekt seinen Stadtbahnbogen geöffnet. Und die Stadt muss nach dem Ende der EU-Förderungen die weitere Revitalisierung des Gürtels allein finanzieren.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 19/00 vom 10.05.2000

Widerstehe dir" steht in knallorangen Buchstaben auf der Glasfassade. Rund um den neu bezogenen Otto-Wagner-Bogen lümmeln schon die ersten Gäste mit ihrem Bier in den Liegestühlen. "Unser Bogen soll gleichzeitig Arbeits- und Kommunikationsraum für öffentliche Kunst sein", erzählt Beatrix Zobl hektisch, während sie Gäste begrüßt unddurch den Innenraum führt. Das vierköpfige Künstler-Team von "trans wien" ist samt zwei Technikern gerade in den Lerchenfelder Gürtelbogen Nummer 28, gleich neben dem Chelsea, gezogen.

Von hier aus wollen die jungen Leute Kunst im öffentlichen Raum unters Volk bringen. "Wir möchten Kunst von ihrem Podest herunterheben und zeigen, dass sie zum Alltag gehört", erklärt Zobl. Daran arbeitet "trans wien" schon seit 1996, unter anderem haben sie ihre öffentliche Kunst schon im Cafe Carina am Lerchenfelder Gürtel bei der U6-Station Josefstädter Straße umgesetzt: Verschiedene Künstler haben dort drei Wochen lang gelebt und gearbeitet. Mit dieser


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