Lächerliche Trefferquote

Kosovo. Militärisch war die NATO-Intervention gegen Serbien ein totaler Flopp. Zur Befriedung des Kosovo hat sie dennoch beigetragen.

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 20/00 vom 17.05.2000

Je mehr man weiß, was bei der Kosovo-Militäraktion vor einem Jahr alles schief gelaufen ist, desto überraschter ist man über das Resultat: Die jahrelange Entrechtung der albanischen Mehrheitsbevölkerung durch das Belgrader Milosevic'-Regime ist auf Dauer beendet. Zwar regiert in Belgrad nach wie vor jener Mann, der mit der Zerstörung der Kosovo-Autonomie Ende der Achtzigerjahre den jüngsten Zyklus der Gewalt eingeleitet hat. Ein Showdown Milosevic's' gegen das prowestlich orientierte Montenegro ist ebenso möglich wie eine Eskalation der Nationalitätenkonflikte im südserbischen Sandschak. Aber die blutigen Angriffe serbischer Militärs und die Massaker der paramilitärischen Banden gegen albanische Dörfer und Siedlungen, die lange vor den ersten NATO-Bomben Angst und Schrecken verbreitet hatten, gehören der Vergangenheit an.

Slobodan Milosevic', dessen Verbleib an der Macht zu den großen Negativpunkten in der Kriegsbilanz des Westens gehört, ist zurzeit mit Attentaten und Gegenattentaten


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