Schimpfen National: "Brandstifter" & "Lügner"

Politik | aus FALTER 20/00 vom 17.05.2000

Aufregung in Purkersdorf. "Das ist eine in der Zweiten Republik noch nie dagewesene Entgleisung, die den ,Krieg der Worte' der blau-schwarzen Koalition auf einen neuen Höhepunkt zutreiben lässt", echauffierte sich Ex-Innenminister Karl Schlögl über seinen Nachfolger Ernst Strasser. Der war im profil launig über SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer hergezogen: "Nachdem er zuerst gezündelt hat, startet er nun als Feuerwehrmann Löschversuche. Das erinnert mich ein bisschen an den Feuerteufel aus St. Georgen."

Das Etikett "Brandstifter" gehört mittlerweile schon zum Standardrepertoire österreichischer Politiker.Auch zum Wortschatz von SP-Chef Alfred Gusenbauer selbst: Bei einer "ZiB 3"-Diskussion über die Anti-Regierungs-Demos nannte er den FPÖ-Scharfmacher Peter Westenthaler "einen der größten rhetorischen Brandstifter".

Der Umgangston in der Politik wird härter, sagt die Statistik: Die Anzahl der Ordnungsrufe, mit denen die Parlamentspräsidenten verbale Entgleisungen ahnden, hat sich

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