Presseschau

Medien | Eva Weissenberger | aus FALTER 20/00 vom 17.05.2000

Für die Presse war es die Rache Gottes: "Den Sieg trug Dänemark davon, das seinerzeit als Erster Unbehagen über die EU-Maßnahmen empfand. Und die Scharfmacher Frankreich und Belgien sammelten so viele ,zero points', dass sie Vorletzter und Letzter wurden." Der Standard sieht das ähnlich - allerdings ohne Gott zu bemühen: "Belgien wurde beim diesjährigen Song-Contest mit dem letzten Platz hart dafür bestraft, dass es so garstig zum Alpenland ist." Trotzdem: "Österreich, am Samstagabend zu zwei Dritteln ein farbiges Land, sang richtig, wurde aber dennoch nur 14. - Das war wohl die erste EU-Sanktion, von der auch Nichtpolitiker etwas mitbekamen", schreibt der Kurier. Die Kronen Zeitung erklärt den Flop eher mit dem farbigen Land als mit Sanktionen oder Gott: Der 14. Platz sei "eine gerechte Strafe für so viel Selbstverleugnung. Mit einem Produkt, dass auf unsere Sprache verzichtete und so gut wie nichts mit uns zu tun hatte." Schicken wir nächstes Mal besser Hansi Hinterseer, der ist wenigstens "blond, blöd und blauäugig" (FM4 Moderator Grissemann über die Isländer).


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