Kommentar: Schafft die Festwochen-Eröffnung ab!

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 20/00 vom 17.05.2000

Niemand käme auf die Idee, zum Viennale-Auftakt ein Ballett-Open-Air anzusetzen oder die Salzburger Festspiele mit einem Popkonzert zu eröffnen. Nur dass die Wiener Festwochen mit einer Veranstaltung beginnen, die mit dem darauf folgenden Festival nicht das Geringste zu tun hat, scheint niemanden weiter zu stören.

Die Festwochen, das muss man wissen, sind ein Theater- und Opernfestival. Die Festwocheneröffnung ist ein Mega-Klassik-Konzert unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt: Mozart for the Masses. Heuer dirigierte der "große Wien-Freund" Zubin Mehta "unsere geliebten Philharmoniker" (Peter Marboe), die Mozart und Schönberg, Strauß und wieder Mozart spielten. Die Festwochen-Eröffnung, heißt es, sei eine Art Volksfest, ein Fest für die Wienerinnen und Wiener, die ja auch tatsächlich in Scharen auf den Rathausplatz strömen. Aber das tun sie auch, wenn dort uralte Opernvideos laufen oder es sonst was gratis gibt.

Für die überwiegende Mehrzahl der Besucher ist die erste Festwochenveranstaltung,


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