Best of Nixon

Musik. Die Musikfamilie Lambchop aus Nashville fusioniert die beiden Gegenpole der amerikanischen Musik-Apartheid: Soul und Country.

Kultur | Robert Rotifer | aus FALTER 20/00 vom 17.05.2000

Als der alte George Bush seinen letzten Wahlkampf gegen Bill Clinton führte, warnte er nicht selten vor einer Rückkehr der Sixties, dieser schlimmen Epoche der Untergrabung des amerikanischen Pflichtbewusstseins. Die Republikaner verloren die Wahl, und sie lernten daraus: Der junge Bush, George W., verkündete erst vorige Woche den Schulterschluss mit Senator McCain, seinem größten Rivalen der Vorwahlzeit.

McCain hat kein Problem mit den Sechzigern, er ist geradezu besessen von ihnen. Schließlich war der Vietnamkrieg die große Stunde seines Heldentums, als er sich selbst in größte Gefahr begab, um seinen Kameraden das Leben zu retten et cetera - die Geschichte ist bekannt und eigentlich irrelevant. Sie ist nicht mehr als ein Vehikel der US-Rechten zur Neudefinition ihrer dunklen Vergangenheit als würdevoll erlittene Niederlage der ehrlichen Patrioten.

Kurt Wagner, Songwriter und Kopf des in Nashville ansässigen Bandkollektivs Lambchop, weiß um die widersprüchlichen Konnotationen,


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