Ans Herz genommen

Offener Brief. Nicht alle Schriftsteller wollen in die Zeitung. Schon gar nicht in die "Kronen Zeitung". Es ist allerdings nicht immer leicht, nicht in die "Kronen Zeitung" zu kommen.

Peter Henisch | Kultur | aus FALTER 20/00 vom 17.05.2000

Lieber Günther Nenning, Ich habe es eine Woche lang zu verdauen versucht, aber es liegt mir nach wie vor im Magen. Dass du mich in der Krone der Dichtung verbraten hast, gegen meinen ausdrücklichen Willen. Einen dich, mich und das Zentralorgan für gesundes österreichisches Empfinden betreffenden offenen Brief wollt ich dir eigentlich schon früher schreiben, aus, wie sich nun erwiesen hat, guten präventiven Gründen. Aber: Es wird nicht notwendig sein, habe ich dann gedacht, ich habe ihm doch gesagt, dass ich meinen Roman und die Kronen Zeitung nicht für kompatibel halte, auch wenn es sich nur um ihre bunte Sonntagshülle handelt.

Zwei Monate ist das jetzt her, da hat eine Dame mit freundlicher Stimme bei mir angerufen. Dass wir einen Fototermin ausmachen wollen, hat sie gesagt, für den vereinbarten Krone-der-Dichtung-Beitrag über mich bzw. den "Schwarzen Peter". Dass wir den Termin bald ansetzen müssten, weil der Beitrag schon für den folgenden Sonntag geplant sei. So,

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige