"Werden wir zu Zlatkos?"

Literatur. "Das Treffen der Dreizehn" ist eine Gruppe junger Schriftsteller, die den Zugriff des Marktes und der Medien auf die Literatur lockern wollen.

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 20/00 vom 17.05.2000

Dass der Literaturbetrieb etwas unrund läuft, ist keine ganz taufrische Einsicht. Dass der Markt einige wenige Erfolgsschriftsteller hervorbringt, die Literatur mit seinen "Gesetzen" aber auch schwer unter Druck bringt, ebenfalls. So ist das halt in der Marktwirtschaft, und die wollen auch die Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die sich im August letzten Jahres zum "Treffen der Dreizehn" zusammengeschlossen haben, nicht aus den Angeln heben.

Norbert Niemann, Bachmann-Preis-Gewinner 1997 und derzeit - gemeinsam mit Heiner Link - Sprecher der 13 Aufrechten, gibt sich realistisch: "In den Neunzigerjahren haben wir uns über das ,Literarische Quartett' aufgeregt, weil wir gemeint haben, gegen diese Übernahme von Marktmechanismen noch etwas verteidigen zu müssen. In der Zwischenzeit haben diese Mechanismen gewonnen. Punkt. Mittlerweile interessieren wir uns nicht mehr fürs ,Literarische Quartett', und Reich-Ranicki oder Sigrid Löffler sind uns scheißegal. Das Entscheidende ist, das


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