Stadtrand: Parklife

Stadtleben | aus FALTER 20/00 vom 17.05.2000

Es gibt zwar ganz offensichtlich auch Menschen, die Freude daran haben, im Volksgarten auf Sesseln zu sitzen und Rosen anzustarren, aber "the real parklife" läuft im Burggarten. Danke an dieser Stelle endlich einmal an die Verwaltung der Bundesgärten, dass der Burggarten so schön ist. Das ist jetzt gar nicht irgendwie zynisch gemeint und eine Anspielung darauf, dass der englische Garten beim Palmenhaus zurzeit von Baugruben und Absperrungen durchzogen ist. Das - davon gehe ich doch mal aus - wird sich in absehbarer Zeit ja noch ändern. Nein, der Park ist wirklich wunderschön. Erst recht, seitdem man hochoffiziell die Wiese betreten darf und seine Mittagspausen, Sonntagsjausen oder sonstige freie Zeit unter riesigen Bäumen auf grünem Rasen und mitgebrachten Picknickdecken verbringen kann. So sollen Parks aussehen! Und wenn das mit der Erholungssuche so weiter geht, baden demnächst die Menschen im Ententeich, duschen beim Brunnen unterm Palmenhaus, grillen Würstl beim Mozart-Denkmal und braten nackt, wie Gott sie schuf, in der Sonne. Das hätte dann so etwas München-Schwabing-mäßiges. Würde mir auch nichts ausmachen, ehrlich. Nur die Spanner, die man dann dort beim "Spazieren" beobachten könnte, würden mich unter Umständen ein bisschen stören. Aber nur ein bisschen. C.W.


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