Sideorders: Best of Hinterhof

Stadtleben | aus FALTER 20/00 vom 17.05.2000

Während Schanigarten-Menschen ihre makellosen Körper nur knapp mit Designerware bedecken, mit WAP-Handys kommunizieren und San Pellegrino trinken, pflegen Hinterhof-Gastgartenmenschen bekanntlich Spinoza zu lesen, Briefe zu schreiben und sich in Armyhosen und Rippstrick-T-Shirts zu hüllen. "Sehen und gesehen werden" contra "Einsichten gewinnen". Wiens beste Beisl-Hinterhöfe sind folgende: Stomach, 9., Seeg. 26, Tel. 310 20 99, Mi-Sa 16-24, So 10-22 Uhr.

Unangefochten an der Spitze im Wettbewerb um den allerschönsten Hinterhof-Gastgarten des Universums. Dazu das Essen, dazu die Weine, Idyll as Idyll can.

Sperl, 4., Karolineng. 13, Tel. 504 73 34, Mo-Fr 11-24 Uhr.

Klassischer Gastgarten-Hinterhof mit Pawlatschen und Salettl, knirschender Kies, kühles Bier, urigste Gasthausküche mit fallweisen Anklängen der Verfeinerung.

Weidinger, 4., Danhauserg. 3, Tel. 505 56 97, Mo-Fr 11-23 Uhr.

Auch hier knirscht der Kies, das Budweiser schäumt, das Schnitzel ist gar wunderbar. Verblüffende Grünoase inmitten grauer Mauern.

Schnattl, 8., Lange G. 40, Tel.

405 34 00, Mo-Fr 11.30-14.30, Mo-Sa 18-24 Uhr.

Legendärer Hinterhof, per Markise vor der aggressiven Josefstädter Sonne geschützt. Gerangel um die wenigen Plätze.

Green Cottage, 5., Kettenbrückeng. 3, Tel. 586 65 81, Mo-Sa 18-23.30 Uhr.

Abgesehen davon, dass das Green Cottage seit Jahren der beste Chinese Wiens ist, zählt der Gastgarten im ersten Stock zu den absoluten Sensationen der Stadt.

Weinstube Josefstadt, 8., Piaristeng. 27, Tel. 406 46 28, tägl. 16-23 Uhr.

Hinterhof-Hardcore, der pure Stein, die nackte Wand, das bloße Bankerl. Richtig für Minimalisten oder an Heuschnupfen Leidende.


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