Phettbergs Predigtdienst: Der Artischockenschrecken

In jenen Tagen ... versuchte ... sich [Saulus] den Jüngern anzuschließen. Aber alle fürchteten sich vor ihm und konnten nicht glauben, dass er ein Jünger war ... ... Apg 9, 26-31 (1. Lesung am 5. Sonntag der Osterzeit / Lesejahr B)

Stadtleben | aus FALTER 20/00 vom 17.05.2000

Ich stelle mir das so vor: Beim Abnehmen muss die Leber auf die prallgefüllten körperlichen Fettdepots zurückgreifen. Sie schwimmt förmlich in Menschenfett und denkt sich, jetzt ist er völlig übergeschnappt und lebt überhaupt nur mehr von tierischem Fett. Erschrocken erreichte mich der Prospekt der Artischockenindustrie, wonach eine Fettleber nichts so sehr labe wie Artischocken. Da ich aber wegen hohen Blutdrucks Salz meiden soll, kommen Konservenartischockenherzen nicht infrage, und ich erwarb beim Merkur im Gerngroßkeller auf der Mariahilfer Straße drei Artischocken um 14 Schilling das Stück. Aber die wirklichen Artischocken sahen anders aus als in den Konserven. Vor allem violetter. Und so irrte eines Tages ein armer Irrer mit Leberhügel, ein Merkursackerl in der einen und eine Artischocke am Stängel in der anderen, durch den Gerngroß und versuchte ein Dutzend Passanten zu fragen, wie sie Artischocken zubereiten.

Unter Hunderten, deren Antlitze klar signalisierten, frage


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