Stadtmensch

Stadtleben | aus FALTER 20/00 vom 17.05.2000

"Endlich kann ich den Leuten, die zu mir ans DJ-Pult kommen und fragen, wo sie die Platte bekommen, die gerade läuft, antworten: bei mir." DJ Jörg Record Shack hat sich einen lang gehegten Traum erfüllt und einen Plattenladen eröffnet, der den gleichen Namen trägt wie er: Record Shack. In einem Ex-Knopfgeschäft in der Reinprechtsdorfer Straße 60 bietet der 27-Jährige eine "kleine, aber feine" Auswahl an (vor allem) Soul-Spezialitäten: Raritäten aus Vinyl, die Sammlerherzen höher schlagen lassen. Natürlich gäbe es Nachpressungen, meint der DJ. Aber das Original zu besitzen sei irgenwie cooler. Bis zu 1000 Pfund bezahlen Fans für bestimmte Northern-Soul-Singles. Früher hat Jörg Record Shack beim Auflegen manchmal die Labels versteckt, um Lieblingsnummern nicht preiszugeben. Das kann er sich jetzt als Shop-Besitzer eigentlich nicht mehr leisten. Denn wenn die Leute zu den Plattenspielern kommen, muss er ihnen ja sagen, wo sie diese sagenhaften Soulplatten bekommen. C.W.


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