Maulfauler Marboe

Museumsquartier. Eigentlich sollte auch die Politik ein Interesse daran haben, was im Museumsquartier passieren wird.

Vorwort | Konrad Becker, Marie Ringler und Martin Wassermair | aus FALTER 21/00 vom 24.05.2000

Marboes Eröffnungsrede nützt den festlichen Moment. Er spricht vom "Segen und Fluch der Künstler, die auch in Zukunft dieses Haus gestalten werden". Und er verweist auf die raue Atmosphäre, die oft keine Schonung für die Künstler kennt. Das Erfreuliche: Öffentliches Interesse wird damit auf die Befindlichkeit von Kunst gelenkt, die im Allgemeinen nicht allzu große Wertschätzung erfährt. Und dennoch schade. Dieser Appell nimmt nicht als Vision das Jahr 2001 vorweg, wenn im Museumsquartier in einem Halbjahresreigen die großen Kunstinstitutionen eröffnet werden. Marboes Worte greifen zurück. Genauer in den November 1955, als es dem Leiter der Bundestheater Ernst Marboe vorbehalten war, mit der wieder errichteten Staatsoper nun auch ein Kultursymbol der Freiheit den Österreichern zum Geschenk zu machen.

Einen Marboe kennt auch die Gegenwart. Und wie schon zuvor der Vater wurde auch Peter Marboe über den Weg der Diplomatie zu höherer Verantwortung berufen. Kunst, Politik und kulturelle


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