Fischer flitzt

ORF. Der bekannt FPÖ-kritische Chefredakteur Johannes Fischer verlässt die "ZiB". Ist das der Auftakt zu weit reichenden Personalrochaden im ORF?

Medien | Gerald John | aus FALTER 21/00 vom 24.05.2000

Der Vorgang scheint auf den ersten Blick so eindeutig, als wäre er von Peter Westenthaler persönlich eingefädelt worden. Da attackiert die FPÖ seit Jahren die Redaktion der "Zeit im Bild 2" des ORF. Einzelne Mitarbeiter werden verunglimpft, Chefredakteur Johannes Fischer wird vor laufender Kamera von Jörg Haider bezichtigt, "Privilegien" zu genießen. Und siehe da: Die Freiheitlichen sitzen gerade 100 Tage in der Regierung, und schon fliegt Fischer raus.

Eine politisch motivierte Demontage? "Falsch", beteuert Informationsintendant Hannes Leopoldseder: "Fischer will sich nur beruflich verändern." Johannes Fischer sagt in der Öffentlichkeit wie vor der Redaktion dasselbe: Politik spiele bei dem Wechsel keine Rolle, seine Entscheidung stehe schon seit einem halben Jahr, denn Routine sei der Tod. Seine neue Aufgabe: Fischer wird Chefredakteur aller Polit-Diskussionssendungen im ORF, soll neue "Österreich-Gespräche" veranstalten und verschiedene Talks auch selbst moderieren.

Die überraschte


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