Andre Lepecki: "Die Moderne als Choreographie"

Kultur | Helmut Ploebst | aus FALTER 21/00 vom 24.05.2000

Der portugiesisch-amerikanische Tanztheoretiker Andre Lepecki, 35, gilt in der avancierten Tanzperformance-Szene in den USA und in Europa als Jungstar. Der "Stress"-Kurator repräsentiert eine neue Generation von mehrschichtig arbeitenden Wissenschaftlern, die jenes vernetzte Denken als selbstverständlich ansieht, ohne das sich etwa die Arbeiten von Vera Mantero oder Meg Stuart nur schlecht erschließen lassen. Am renommierten Department for Perfomance Studies an der New York University tritt Lepecki gerade eine Stelle als Assistenzprofessor an; anders als in Österreich existieren an amerikanischen Universitäten Tanz-und-Performance-Forschungsabteilungen mit einem beträchtlichen Ausstoß an wissenschaftlicher Literatur. "Der Tanz wird in den amerikanischen Dance Studies allerdings unnötig fetischisiert", schränkt Lepecki ein. "Es gibt entweder Tanzhistoriker oder Tanzanthropologen; als Tanztheoretiker ist man höchstens irgendwie interessant."

Obwohl sich die Tanzperformance in Europa


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