Fledermaus im Rabenhof

Theater. G'mahte Wiesn für den g'schupftn Ferdl? Weil es für die Zukunft des Rabenhofs zwar viele Ideen, aber kein Geld gibt, wird das Theater vermutlich von Kabarett-Altmeister Gerhard Bronner übernommen.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 21/00 vom 24.05.2000

Heinrich Heine hat das letzte Wort: Nach 45 Jahren im Dienste des Theaters in der Josefstadt gibt der Schauspieler Albert Rueprecht am 16. Juni mit einer Heine-Lesung im Rabenhof seine Abschiedsvorstellung. Ob der Abend zugleich die letzte Vorstellung im Rabenhof überhaupt gewesen sein wird, ist derzeit noch ungewiss. Das mit über 60 Millionen Schilling verschuldete Theater in der Josefstadt kann sich den Betrieb seiner Studiobühne in Erdberg nicht mehr leisten; ob und wie es mit dem Rabenhof dennoch weitergehen soll, darüber wird derzeit beraten.

Im April 1990 war das 300-Plätze-Theater in einem ehemaligen Kino mitten im Rabenhof, einer riesigen Gemeindebauanlage aus den Zwanzigerjahren, eröffnet worden. Wenn die Bühne jetzt geschlossen werden sollte, wird sie vom Stammpublikum schon deshalb nicht vermisst werden, weil sie kein Stammpublikum hat. Zu disparat war das Programm, das in den vergangenen Jahren hier geboten wurde: Neben wenigen Josefstadt-Eigenproduktionen (unter anderem


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