Csardas, Blues, Voodoo

Musik. Neu auf CD und demnächst live in Wien: die unzensurierten Fantasien der amerikanischen Alternative-Country-Band 16 Horsepower.

Kultur | Walter Pontis | aus FALTER 21/00 vom 24.05.2000

David Eugene Edwards trägt immer ein kleines Buch mit hübsch verziertem Einband bei sich. In dieses, so erklärt der Multiinstrumentalist und Singer/Songwriter der aus Denver stammenden Alternative-Country-Formation 16 Horsepower im Gespräch mit dem Falter, kritzle er seine Notizen über die "Bankrotterklärung der Seele des Menschen". Und aus diesen täglich niedergeschriebenen Fragmenten entwirft er dann - in einer Art "mystischen Handlung" - die düsteren Lobgesänge von 16 Horsepower: "The devil is out there, somewhere, and when he shows up at your door, you'd better have Sixteen Horsepowers on."

Edwards ist ein gläubiger Mensch. Als Kind zog er mit seinem Großvater, einem Wanderprediger, durch die Lande und lernte Kirchenmusiken zu differenzieren und zu schätzen. Sein breiter Musikgeschmack kommt nun auch der Band zugute. Neben Blues und Hillbilly Music interessieren Edwards "dröhnende ungarische Volksmusik und bulgarische Kirchenchöre"; aber auch Voodoo-Visionen und der Musik


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