Reden wir über Erfolg

Musik. Die Karriere des jungen deutschen Komponisten Matthias Pintscher, dessen Oper "Thomas Chatterton" gerade an der Volksoper gespielt wird, sucht in der Neuen Musik ihresgleichen.

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 21/00 vom 24.05.2000

Schuld war der Aufzug. Der blieb auf dem Weg in die Direktionsetage der Volksoper nämlich stecken, und deswegen begann das Interview mit Matthias Pintscher zehn Minuten zu spät. Dementsprechend fiel die Begrüßung aus: kurzes Nicken, Blick auf die Uhr: "Jetzt haben wir noch eine halbe Stunde" - und exakt so lange dauerte das Gespräch dann auch.

Matthias Pintscher ist ein Medienprofi. Das ist für einen Komponisten seiner Generation eher ungewöhnlich und hängt wohl auch mit seiner bisherigen Karriere als Jungtalent und Nachwuchshoffnung Nummer eins der Neue-Musik-Szene zusammen. Seit Jahren gelingen dem 29-jährigen Deutschen regelmäßig Erfolge, die selbst die großen Alten seines Fachs nur selten verbuchen können: 1997 wurden seine "Fünf Orchesterstücke" bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt, 1998 hatte seine erste Oper "Thomas Chatterton" an der Dresdner Semperoper Premiere, 1999 hob Claudio Abbado mit den Berliner Philharmonikern seine "Herodiade-Fragmente" aus der Taufe:


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