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Sandalenfilm. Hollywood, die Ewige Stadt: Ridley Scotts "Gladiator", der erste große Römerschinken seit vier Dezennien, setzt dem Showbusiness ein Denkmal im Sand des Kolosseums.

Kultur | Drehli Robnik | aus FALTER 21/00 vom 24.05.2000

Ave, Caesar, morituri te salutant!" Der Schlüsselsatz des Gladiatorenwesens in seiner uns vertrauten Form kommt in "Gladiator" nicht vor. Dafür lässt der Titelheld ein paar andere Sager los, die zwar kein Latein, aber ebenfalls gut zu zitieren sind. Drei dieser Sätze sollte man sogar in Stein hauen, so sinnträchtig sind sie: Wie ein Orakel enthält jeder von ihnen eine Antwort auf die fundamentale Frage, die man angesichts von "Gladiator" an die Götter (sprich: an Hollywood) richten möchte: Welchen Sinn soll so ein monumentaler Gladiatorenschinken heute haben - zwei Millennien nach Beginn unserer Zeitrechnung und 35 Jahre nach dem Aussterben des Sandalenfilms?

Den ersten Satz sagt General Maximus (Russell Crowe) zu den schlachtbereiten Legionären von Kaiser Marc Aurel. "At my signal, unleash hell!" - "Auf mein Zeichen lasset die Hölle los!", könnte man übersetzen. Das klingt schwach, aber man weiß, was gemeint ist, nämlich dass es stark aussieht: In furiosen Montagen ziehen


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