Streifenweise

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 21/00 vom 24.05.2000

Eine Woche der britischen Filme im Zeichen vergangener Zeiten: Im Jahr 1971 in einer nordenglischen Kleinstadt ist Damien O'Donnells Film "East Is East" - nach dem Theaterstück des jungen Autors Ayub Khan-Din - angesiedelt. Eine britisch-pakistanische Familie durchlebt darin die schwierige Identitätsfindung zwischen zwei Kulturen. Das pakistanische Familienoberhaupt (Om Puri) setzt auf den Rückhalt der Traditionen, die sieben Kinder und die britische Mutter (Linda Bassett) versuchen demgegenüber das Recht auf eine eigene Entscheidung durchzusetzen. Der Film beginnt (ähnlich wie "My Beautiful Laundrette" oder "My Son the Fanatic") mit eher komischen Einlagen rund um diesen Konflikt und entwickelt mit der Zeit bedrückende Intensität, weil der Vater in seiner Verzweiflung zu immer autoritäreren und handgreiflichen Maßnahmen greift, an denen die Familie zu zerbrechen droht.

Kenneth Branagh hat sich ein weiteres Mal eines Shakespeare-Dramas angenommen. Und - Regieeinfall! - die Handlung


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