Nüchtern betrachtet: Pullovermänner raus aus den Parks!

Kultur | aus FALTER 21/00 vom 24.05.2000

Es gibt da diese Pullover: Langarm, schwarz, mit Rippstruktur, gerade und relativ kurz geschnitten, aus einem Baumwolle-Elastan-Gemisch. Es gibt da diese Männer: groß, schlank, mit kunstvoll zerzausten Haaren und unbesockten Füßen in Halbschuhen. Die Männer stecken in den erwähnten Pullovern und tragen diese auch noch bei Temperaturen spazieren, bei denen der empfindende Teil der Menschheit in Eisdielen weinen geht. Das muss jetzt bitte ein Ende haben. Aber pronto! Die Pullovermänner sollen sich wieder auf die Hochglanzseiten von Modeprospekten und Lifestyle-Zeitschriften verkrümeln, aber öffentliche Parkanlagen in Ruhe lassen. Die sind für shorttragende fette Ami-Touristen angelegt worden und nicht für sie. Willkommen hingegen sind Gintrinker in Merkurmärkten (auch eine gut gekühlte Rückzugsmöglichkeit). Damit meine ich weniger mich, der ich unlängst eine Flasche Saphir's Bombay Gin vor mich herschob, als vielmehr jenen Mann, der, dieses Umstands gewahr, mich frug, ob ich


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