Duft- und Bügelwasser

Shopping. Wer seine Kosmetikprodukte bei L'Occitane kauft, tut sich selbst und der Tierwelt etwas Gutes. Seiner Geldbörse weniger.

Christopher Wurmdobler | Stadtleben | aus FALTER 21/00 vom 24.05.2000

Zum Beispiel "Eu de linge": Es gibt tatsächlich Menschen, die ihr Dampfbügeleisen nicht mit gewöhnlichem Wasser befüllen, sondern mit Wäschewasser, das nach Lavendel, Orangenblüten, Rosen oder Eisenkraut riecht. Der Liter kostet 130 Schilling und damit ungefähr so viel wie eine gute Flasche Rotwein.

"L'Occitane en Provence" heißt das Erfolgskonzept aus Frankreich, das weltweit den Duft der Provence vertreibt: Gerüche und Pflegeprodukte für Mensch, Wäsche und Haus; Parfums und Cremes, die zwar so aussehen, als kämen sie aus winzigen Manufakturen - tatsächlich steht aber ein riesiges Unternehmen hinter der Marke. Seit einigen Wochen gibt es die erste Wiener Filiale, und amerikanische Touristen freuen sich, dass L'Occitane-Produkte hier "günstiger" sind als in den USA.

Weltweit haben die L'Occitane-Outlets ein ähnliches Erscheinungsbild: sonniggelbe Wände, Terracotta-Böden, rustikale Regale mit Fläschchen, Döschen und Tiegelchen. Und über allem liegt der Duft des Südens:

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