Tier der Woche: Schall & Rauch

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 21/00 vom 24.05.2000

Wäre ich Robert Löffler alias Telemax, dann würde ich die Kolumne folgendermaßen beginnen: Diese Woche ist es auch schon wieder 293 Jahre her, dass man Carl von Linne gebar. Ich schreibe aber bloß: Das System der hier oft verwendeten lateinischen Tiernamen verdanken Sie dem Sohn eines schwedischen Pfarrers. Völlig desinteressiert am Job seines Vaters, begann er Medizin und Biologie zu studieren und verfasste eine Abhandlung zur Sexualität der Pflanzen. Das störte den Papst, der den Gedanken, dass Pflanzen geschlechtliche Lebe-wesen seien, unanständig fand und die Anhänger dieser Theorie zur Ordnung rief. Linne arbeitete aber unbeirrt weiter und schuf die so genannte binäre Nomenklatur, die jedem Lebewesen einen einmaligen, aus zwei Teilen bestehenden Artnamen zuweist wie z.B. Homo sapiens. Nur, dieser Meilenstein für die moderne Biologie begeistert die meisten Menschen überhaupt nicht, weil man sich auf die Frage "Was ist das?" eine einfache und möglichst deutschsprachige


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