Jung, weiblich, liberal sucht ...

Wiener Wahlkampf. Die ÖVP stilisiert Bernhard Görg zur Kultfigur, die SPÖ sucht nach einer "zweiten Ulli Sima", die Grünen skaten durch die Nacht: Um die urbanen Wähler, die das LIF mit seinem Dauerstreit vertreibt, ist eine Schlacht entbrannt.

Politik | Eva Weissenberger | aus FALTER 22/00 vom 31.05.2000

Er ist ein Gentleman. Ein echter Sir. Gebildet, charmant, zuvorkommend. Der Kosmopolit liebt Europa, Europa liebt ihn. Er kommt aus der Wirtschaft und müsste sich die Politik eigentlich gar nicht antun. Er macht es aus Leidenschaft. Weil er Wien liebt. Weil er die Menschen liebt. Und obwohl er als anständiger Mensch gilt, ist er kein mieselsüchtiger Streber. Sondern spontan, pfiffig, schillernd. "Der Mann war erfolgreicher Personalberater. Sein Sohn ist in dieser Widerstandsbewegung aktiv", sinniert der deutsche Spin-Doktor: "Das muss man neu verkaufen." Er spinnt den Gedanken weiter: "Wir werden ihn mit der jungen Szene zusammenbringen, zum Beispiel mit DJs."

Zu blöd, dass die gerade so wenig Zeit haben. Weil sie dauernd auf Demos auflegen oder Resistance-CDs aufnehmen. Und sich derzeit wahrscheinlich lieber nicht mit einem ÖVP-Politiker sehen lassen wollen. Dabei hat Bernhard Görg doch eh als einziger im Parteivorstand gegen die Koalition mit der FPÖ gestimmt. Das soll natürlich


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige