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Politik | aus FALTER 22/00 vom 31.05.2000

UN: Tadel für Flüchtlingspolitik Vergangene Woche verstarb ein krankes Flüchtlingskind in einer burgenländischenPension, in der es untergebracht war. Kein Zufall, meint das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR). "Der Staat entzieht sich der Verantwortung für Flüchtlinge", kritisiert Karola Paul, UNHCR-Vertreterin in Österreich: Statt Asylwerber in Schubhaft zu stecken und unter Hausarrest zu stellen, solle man ihnen Bundesbetreuung samt Krankenversicherung gewähren. Dass Österreich auch im europäischen Vergleich gegenüber Flüchtlingen sehr knausrig ist, beweist eine Schweizer Studie, die unlängst die Sozialleistungen für Asylwerber in verschiedenen europäischen Staaten verglich. Die Alpenrepublik rangiert dabei am unteren Ende der Liste: Während Länder wie Dänemark, Deutschland oder die Niederlande umfassende staatliche Sozialhilfe aufbringen, vermissen Asylwerber in Österreich wichtige Leistungen wie medizinische Grundversorgung oder Eingliederungsmaßnahmen.

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