Brave New Cyberworld

Internet. Lawrence Lessig ist Professer für Cyberlaw in Harvard und war als Berater im Microsoft-Prozess tätig. Mit dem "Falter" sprach er über die Freiheit des Internet und ihre Bedrohung durch E-Commerce, Copyright und die Content-Industrie.

Medien | Klaus Taschwer | aus FALTER 22/00 vom 31.05.2000

Man registriert, wann Sie wo an wen eine E-Mail senden. Man zeichnet auf, welche Webseiten Sie sich ansehen. Selbstverständlich führt man auch Buch darüber, was Sie wo im Internet einkaufen. Und die Kommunikation in den "privaten" Plauderräumen wird sowieso überwacht.

Angesichts dessen, was Lawrence Lessig in seinem neuen Buch "Code and Other Laws of Cyberspace" über American Online (AOL), den größten Internet-Dienst der Welt, schreibt, hat die schöne neue Cyberwelt - zumindest für die Millionen AOL-Kunden - längst begonnen. Denn auch Proteste gegen diese Praktiken seien nicht wirklich möglich: Zwar könne man sich in den AOL-Chatrooms mit anderen Usern unterhalten; mehr als 23 gleichzeitig dürften es in diesen virtuellen Plauderstuben aber nicht sein. Die Kommunikation über AOL würde innerhalb des Internet-Dienstes durch dessen raffinierte Software-Architektur so gut wie verunmöglicht.

Im Falter-Interview geht es Lawrence Lessig, der auf Einladung des Instituts für die Wissenschaften


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