Kunst kurz

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 22/00 vom 31.05.2000

Ähnlich einer als Museum eingerichteten Künstlerwohnung wird die Ausstellung des Duos Rosa Brueckl und Gregor Schmoll in der Galerie Mezzanin inszeniert: Der Titel "Mein Feld ist die Welt", ein historischer Werbeslogan der Hamburg-Amerika-Linie, steht programmatisch für den Künstler als Kosmopoliten und Weltverwerter. Die Selbstbildnisse von Brueckl und Schmoll spielen mit kunstgeschichtlichen Sujets und Künstlerbildern. Die gleichen Posen finden sich auf Fotografien und Ölgemälden, die immer wieder über den Bildrand hinaustreten, wenn sich zum Beispiel der Hintergrund des Bildes in räumlichen Arrangements auf der Wand fortsetzt. Dabei machen die Künstler ebenso als Protagonisten von Filmklassikern wie "L'Ossessione" oder "L'Avventura" wie als Adam und Eva ohne Feigenblatt eine gute Figur. Angesichts des offensiven Spiels mit dem Begehren der Betrachter kann man nur feststellen: Ewig lockt der Künstler!

7., Mariahilfer Straße 17a, bis 4.7.

Das Freihausviertel mit seinen Lokalen


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