Am Schlagzeug und im Video

Kunst. Die Ausstellung "Re-Play" erinnert an die Anfänge der Medienkunst in Österreich und ermöglicht auch eine Wiederentdeckung der Arbeiten von Renate Kowanz-Kocer.

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 22/00 vom 31.05.2000

Die Brünner Straße ist nicht die Prager Straße, und in Haus Nummer 50 befindet sich kein Multimedia-Labor, sondern die Werkstätte eines Füllfederherstellers. Renate Kowanz-Kocer ist keine Pionierin der Medienkunst in Österreich, sondern gehört gewissermaßen zum Ende vom Anfang. Als sie Ende der Siebzigerjahre mit Video zu arbeiten beginnt, sind die ersten Videoinstallationen von Valie Export und Peter Weibel bereits zehn Jahre alt.

Die Ausstellung "Re-Play" in der Generali Foundation, in der Renate Kowanz-Kocers Werke zu sehen sind, umfasst in etwa diesen Zeitraum. Der Untertitel der Ausstellung versucht, das Thema zu präzisieren: "Anfänge internationaler Medienkunst in Österreich". Videos internationaler Künstler wie Nam June Paiks "Elektronische Oper" wurden in der Galerie Krinzinger gezeigt; umgekehrt wurden Valie Export und Richard Kriesche ins Ausland eingeladen. Videotapes und Audiokassetten zirkulierten zwischen London, New York und Graz, der österreichischen Hauptstadt

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