Omi mags scharf

Neues Lokal. Nach langer Zeit sperrte wieder einmal ein afrikanisches Lokal auf. Und beweist, dass es sich bei Afrika um einen heißen Kontinent handelt.


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 22/00 vom 31.05.2000

Man kann nicht mit Bestimmtheit sagen, dass alle Vorgängerlokale in der versteckten Fassziehergasse im neuen "Die Großmutter kocht" ihre Spuren hinterlassen hätten, wirken tuts aber jedenfalls so - und passt somit trefflich in die hierorts latente Atmosphäre des Provisoriums.

Für den weniger weitgereisten Beislbesucher wirkt das Lokal jedenfalls ganz schön exotisch: Von geheimnisvollen Speisen namens Fufu, Jollof, Indjera und Gari wird da gekündet, man sitzt auf Hockern aus Schlangenleder, die sich auf einem Podest aus Fichtenbrettern befinden, das man wiederum barfuß über eine kleine Treppe erreicht, niedrige Tischchen bekommt man auf Wunsch, sonst werden die Tischtücher nämlich auf den Boden gelegt. Das ist jetzt aber weniger kurios, als es vielleicht klingen mag, denn vor allem bei einer größeren Runde kommt da ganz schnell eine nette Lagerfeuerromantik auf. Einen steifen Rücken und/oder löchrige Socken darf man halt nicht haben.

Die Speisekarte des Die Großmutter kocht

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