Universitäts GesmbH?

Bildungspolitik. Österreichs Hohe Schulen stecken in einer Strukturkrise. Kann die geplante Vollrechtsfähigkeit der Unis Abhilfe schaffen?

Klaus Taschwer | Vorwort | aus FALTER 23/00 vom 07.06.2000

Professor Robert Mayr hat endgültig genug von der Universität. Seit 1980 war er als Ordinarius an der medizinischen Fakultät in Wien tätig, kürzlich schmiss er von heute auf morgen alles hin, obwohl ihm noch sieben Jahre bis zur Emeritierung geblieben wären. Als Hauptgründe für diesen in der jüngeren Universitätsgeschichte ziemlich einmaligen Schritt nannte er im vorwöchigen profil-Interview "eine negative Entwicklung der universitätspolitischen Situation in Österreich und einen Niveauverfall im Medizinstudium".

Diese beiden Argumente des Anatomen lassen sich nicht wirklich von der Hand weisen, wirft man einen kursorischen Blick auf die gegenwärtigen Zustände an Österreichs Hohen Schulen. Egal, wohin man schaut - Gefahr ist im Verzug: So etwa bei der Personalsituation: Im Vergleich zum universitären Lehrkörper sind die Studentenzahlen in den letzten Jahren geradezu exponentiell gewachsen, sodass heute auf einen Universitätslehrer im Schnitt 29 Studierende entfallen. An

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