Dolm der Woche: Ernest Wildholz

Politik | aus FALTER 23/00 vom 07.06.2000

"Unsere Ehre heißt Treue", sagte der neue niederösterreichische FPÖ-Landesparteiobmann, Ernest Wildholz, am Samstag. Dann gab es für den gelernten Freiheitlichen zwei Möglichkeiten zu erklären, warum er den Fahnenspruch der Waffen-SS zitiert hatte. Plan A: Das hab ich so nie gesagt. Leider war die freiheitliche Lautverschiebungstheorie in diesem Fall nicht anwendbar, denn "Unsere Ehre heißt Treue" kann man schwerlich zu "In uns'rem Heere gibt es Säue" umdeuten. Das würde dem FPÖ-Verteidigungsminister missfallen. Blieb Plan B: Das hab ich nicht gewusst. Cordula Frieser (ÖVP) wurde noch ausgelacht, als sie vor ein paar Jahren einen Intelligenztest für Politiker forderte. Ein Geschichtstest für Mandatare wäre aber langsam anzudenken. Sonst stellen die Neoösterreicher, die ja künftig in Heimatkunde geprüft werden sollen, ihre Vertreter noch in den Schatten.


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