Kommentar: Das Wiener Theater darf nicht sterben!

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 23/00 vom 07.06.2000

Es muss immer erst was passieren, bevor was passiert, sagt der Volksmund. Und Recht hat er. Nehmen wir zum Beispiel die Wiener Theaterlandschaft: Da musste erst ein Theater wegen Geldmangels den Spielbetrieb einstellen, ehe es den zuständigen Politikern und den Theaterschaffenden der Stadt einfiel, sich Gedanken darüber zu machen, auf welches Theater die Stadt vielleicht gewartet haben wird.

Die Rede ist vom Rabenhof, der vom Theater in der Josefstadt vor zehn Jahren in einem Erdberger Gemeindebau aufgemachten Studiobühne, deren Betrieb sich das schwer verschuldete Haus ab sofort nicht mehr leisten kann. Um die Übernahme des Theaters haben sich (wie in Falter 21/00 berichtet) der Altkabarettist Gerhard Bronner, die vergleichsweise jungen Kabarettisten Andreas Vitasek und Thomas Maurer (gemeinsam mit dem Regisseur Thomas Gratzer und dem Produzenten Gernot Lechner) sowie der ewige Jungregisseur Karl Welunschek beworben.

Hatte es zunächst danach ausgesehen, dass der Rabenhof zumindest vorläufig


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