Tränen statt Blut

Film. Schockspezialist Wes Craven versucht sich bei "Music of the Heart" in mainstreamtauglicher Sanftmut, Meryl Streep hilft ihm dabei.

Kultur | Andreas Ungerböck | aus FALTER 23/00 vom 07.06.2000

Das musste ja kommen: Wie fast jeder andere "Schund"-Film-Regisseur fand es nun auch Wes Craven, Schöpfer legendärer Blut- und Schreckensopern wie "The Last House on the Left" und "The Hills Have Eyes" sowie Initiator der berühmt-berüchtigten "Nightmare-on-Elm-Street"-Serie, für angebracht, einen seriösen Film zu machen: Der ehemalige Philosophieprofessor mit der Leidenschaft für klassische Musik zeichnet für "Music of the Heart" verantwortlich, eine Geschichte, so gefühlsbetont und ans Herz gehend, als wäre sie in Hollywood entworfen worden. Es ist aber eine Geschichte, die das Leben schrieb: Die Violinlehrerin Roberta Guaspari gibt es wirklich, sie brachte Tausenden von unterprivilegierten Kindern in East Harlem das Geigenspiel bei und ist auch heute noch dort tätig. 1996 war sie bereits Gegenstand eines Dokumentarfilms ("Small Wonders"), der denn auch für den Oscar nominiert wurde.

Zu Beginn, 1980, arbeitet Roberta (Meryl Streep), als Kind eine hoffnungsvolle Violinistin,


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