Nüchtern betrachtet: Einen Toast auf Fritz Kratochwijle!

Kultur | aus FALTER 23/00 vom 07.06.2000

Andere sagen ja vielleicht Akazien und Aschenbahn, Fichte und Flüsterasphalt oder Kies und Kiefer. Ich aber sage: Birke und Beton. Birke und Beton sind der Bringer. Was Fred Astaire und Ginger Rogers für das Hollywood-Musical, das sind Birke und Beton für den urbanen Naherholungsbereich. Flirrendes Birkenlaub an U-Bahn-Trassen, das ist es doch! Und wenn dann noch Ahorn und Asphalt hinzukommt - unschlagbar. All das und noch viel mehr findet man zum Beispiel im Wasserpark, einem der coolsten Grünflächen Wiens, 1927/28 errichtet nach den Plänen des damaligen Stadtgartenamtsdirektors Fritz Kratochwijle. Einen Toast auf Fritz Kratochwijle und seine verrückten Gärtner! Das waren halt noch Männer.

Ich aber bin ein Lulu und scheuerte mir die unbesockten Füße binnen kürzester Zeit in meinen Sommerhalbschuhen wund, was mich dazu zwang, zum ersten Mal seit meiner Maturareise, als ich eine Art Hippiephase hatte und barfuß vom Pub ins Hotel zurückging (was hatten wir damals nicht für ausgeflippte

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