Unter Freunden

Jugendkultur. Türkische Clubbings boomen. Die jungen Türken Wiens bleiben in ihrer Freizeit unter sich, weil sie in österreichischen Diskotheken nicht gerne gesehen werden. Für die Veranstalter der türkischen Popnächte ein gutes Geschäft. Für die Besucher eine Gefahr, in ein Getto gedrängt zu werden.

Stadtleben | Julia Ortner und Wolfgang Paterno | aus FALTER 23/00 vom 07.06.2000

Viel Gel in den Haaren, sauber rasiert und im Feiertagsoutfit: Mehmet "Memo 66" Jalcin hat sich für den Samstagabend im Gerngross sorgfältig gestylt. Schließlich wird er alle seine Freunde und Bekannten bei der allmonatlichen Turkish Pop Night im Einkaufscenter treffen. "Hier sind die Türken unter sich, es wird türkische Musik gespielt und die Stimmung ist super", erzählt der 21-jährige Grundwehrdiener. "Und außerdem kommen Ausländer in andere Discos nur schwer rein - es gibt dann oft Raufereien." Mehmet steht mit seiner Freundin Zeynep Baskurt am Eingang der zur Disco umfunktionierten Gastronomieetage. Auch die 19-jährige Berufsschülerin hat sich für das türkische Clubbing herausgeputzt. "Ich geh ja sonst nicht oft weg - außer hierher."

Zeynep ist keine Ausnahme: Viele türkische Jugendliche verbringen ihre Freizeit mittlerweile vor allem auf den türkischen Clubbings der Stadt. Fast jeden Samstagabend findet eine Turkish Pop Night statt: Ein paar große Veranstalter, selbst


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